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Der Auerochse



Der Auerochse, auch Ur genannt, gilt als die Wildform aller heutigen Haus- und Nutzrinder. Er ist etwa seit 500 Jahren ausgestorben. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Auerochsen umfasste fast ganz Europa, große Teile von Asien und Nordamerika. Der Auerochse bevorzugte Sümpfe, nasse Wälder, Flusstäler und Moore. Er lebte in Herden, die sich aus Kühen, Kälbern und jungen Bullen zusammensetzten. Das vermutlich letzte Exemplar, eine Kuh, starb im Jahre 1627 im Wald von Jaktorow in Polen eines natürlichen Todes.

Den Auerochsen holt heute niemand zurück, es gibt aber einen Weg, diese Art zumindest im Äußeren und ihren Verhaltensweisen zu rekonstruieren.


Rückzüchtung, heute „Abbildzüchtung“ genannt


Den Brüdern Heinz und Dr. Lutz Heck, gelang es durch Rückzüchtungen in den 30er Jahren vorigen Jahrhunderts im Tierpark Hellabrunn in München bzw. dem Zoologischen Garten von Berlin schon nach wenigen Generationen einen „Neuen Auerochsen“ (bos taurus taurus oder bos primi genius taurus) vorzustellen, der mit Ausnahme der Größe wesentliche Eigenschaften des Ur-Rindes aufwies. Das daraus entstandene Heckrind ähnelt hinsichtlich der dunklen Färbung der Bullen  mit einem hellen Aalstrich und der rotbraunen Färbung der Kühe dem Auerochsen.


Die Abbildzüchtung hat den positiven Nebeneffekt, dass eine Rinderrasse entstand, die hervorragend für Naturschutzzwecke und die Pflege der Landschaft genutzt werden kann.